Konstruktion · 6 Min. Lesezeit ·
Microguss oder Spritzguss? Das richtige Verfahren für Mikroteile
Wie Sie bei kleinen Teilen zwischen Metall-Microguss und Kunststoffspritzguss wählen und wann sich die Kombination beider in einer Baugruppe lohnt.

Das Wichtigste in Kürze
- Microguss für kleine Metallteile (0,01–10 g) mit dünnen Wänden oder Federfunktion.
- Spritzguss für Kunststoffteile von 0,003 g bis 20 g aus technischen Thermoplasten.
- Beides kombinieren, wenn eine Funktion Metall und Kunststoff braucht. Wir montieren im Haus.
Am Anfang steht der Werkstoff
Die erste Frage ist meist, ob das Teil aus Metall sein muss. Leitfähigkeit, Festigkeit, Verschleißfestigkeit oder eine Federfunktion sprechen typischerweise für Metall; geringes Gewicht, Isolation oder komplexe Schnappverbindungen oft für Kunststoff.
| Microguss | Spritzguss | |
|---|---|---|
| Werkstoff | Buntmetalle, Aluminium, Zink, Stähle, Edelstähle | Alle gängigen technischen Thermoplaste |
| Typisches Teilegewicht | 0,01 g bis ca. 10 g | 0,003 g bis 20 g |
| Dünne Wände | Ab 0,12 mm | Filigrane Teile |
| Maschinen | Vollautomatische Gießmaschinen | Überwiegend vollelektrisch, bis 65 t |
| Prototypen | Generativer Microguss aus CAD | Bemusterung aus eigenen Werkzeugen |
| Prüfung | 100 % | 100 % |
Wann sich die Kombination lohnt
Viele Funktionen brauchen beides: einen Metallkontakt in einem Kunststoffgehäuse, einen Metallzeiger auf einem Kunststoffträger. Wer beides in einem Unternehmen fertigt und auf eigenen Vorrichtungen montiert, spart Schnittstellen zwischen Lieferanten.

Häufige Fragen
Kann ein Lieferant Metall- und Kunststoff-Mikroteile liefern?
Ja. Nonnenmacher fertigt Microguss-Metallteile und spritzgegossene Kunststoffteile und montiert sie zu kompletten Baugruppen.


